2021-09-13 De Gouden Ham – WSV Venlo

Es gibt für heute zwei Möglichkeiten:
1) in einem Stück bis in den Heimathafen – dafür mitten in der Nacht ankommen
2) noch einen Zwischenstopp einlegen, dafür morgen gegen Mittag im Heimathafen sein und im Hellen alles Aufräumen und dann auch nachmittags zuhause zu sein –
es wird Variante ZWEI – mal gucken, wo wir den Abend verbringen!

2021-09-12 WSV Biesbosch – De Gouden Ham

Spätestens heute morgen habe ich meine Meinung zu „Häfen mit Camping“ geändert – warum? Seht selbst…

 

Und dann waren wir ganz schnell geschockt… Der Vorteil dieser Hafenanlage ist die Tankstelle mit Diesel UND Benzin – bei den Preise haben wir nicht nur einmal geschluckt.

Aber gut, komfortabler tanken kann man nicht. Damit haben wir genügend Treibstoff bis in den Heimathafen.

Manchmal ist das Bekannte ja auch das Bewährte… De Gouden Ham

2021-09-11 Alphen a/d Rhijn – WSV Biesbosch

Trotz der netten Einladung, das Vereinsjubiläum mitzufeiern, fahren wir weiter.

Uns wurde am morgen mehrfach gesagt, dass wir herzlich willkommen seien – und dass sich unserer Hunde ja traumhaft verhalten. Okay, wir nehmen das mal hin, obwohl wir da doch eher skeptisch sind – Finja kann ja nunmal auch pöbelig laut. Aber es tut gut zu hören, dass wir vielleicht zu hohe Maßstäbe ansetzen und dass andere mit unseren Monstern sehr zufrieden sind.

Wir haben uns für Biesbosch entschieden, da wir viel Gutes gelesen haben. Eigentlich sind diese Häfen in Verbindung mit „Camping“ nicht so unser Ding. Aber: ein Versuch ist es ja immer wieder mal wert – und wir können sagen: es hat sich gelohnt. Die Hafenanlage ist in zwei Häfen geteilt, eine Marina und den WSV – natürlich liegen wir im WSV. Dort wurden wir sehr freundlich im Vereinsheim empfangen.

2021-09-10 Ijmond – Alphen a/d Rhijn

Wir waren uns sicher, wann wir starten „müssen“.

Die Schleuse hatte Öffnungszeiten vermerkt, die „Ausschlafen“ bedeutete – das hat mit der für uns davor liegenden Brücke (Spaarndambrug) zu tun, die nur um 10:30 und 14:15 Uhr öffnet. Dementsprechend sind für die Schleuse auch nur die Bedienzeiten gelistet, die davon abhängen – typisch Segler: natürlich wird die Schleuse auch schon eher bedient – Motorboote sind ja nicht von der Brückenöffnung abhängig 🙂

Wie immer hilft hier ein Gespräch mit dem Hafenmeister! Danke schön

Cindy hatte überraschender Weise die Navigation übernommen. Und für Jörg hatte ich auch noch eine Überraschung. Auf Texel hatte ich ihm seine Lieblingssüssigkeit besorgt.

Nachdem Cindy heute einen guten Navigationsjob gemacht hat, haben wir natürlich unser Anlegebier auf sie getrunken. Der Abend im WSV war toll, am nächsten Tag feiert der Verein Jubiläum – wir sind versucht, eine Nacht länger zu bleiben, denn wir haben ein richtiges Hundeparadies keine 400m vom Hafen entfernt gefunden.

2021-09-09 Den Helder – Ijmond

Spätestens jetzt ist es uns bewusst – wir sind am Rückweg, immer Richtung Ende der Bootszeit. Die Strecke Richtung Alkmaar ist uns wohlbekannt, die Hunde sind so entspannt und es ist nicht zu warm, so dass wir in einem Rutsch Richtung Noordzeekanaal ziehen. Was haben wir Glück gehabt, HEUTE auf dem Weg zu sein! Am nächsten Tag hätten wir uns einen anderen Weg suchen mussen: Sperrung eines Teilstücks ab dem 10.9.

Wir haben lange überlegt, wo es hingeht, bzw. welchen Weg wir nach Hause nehmen… Amsterdam – was mit liegendem Mast kein Problem ist – oder über Haarlem. Nachdem wir uns wieder einmal bewusst gemacht haben, was Amsterdam-Rhijn-Kanal für die Hunde bedeutet (Schwell, keine bis kaum Anlegemöglichkeiten für einen kurze Pinkel-Pause), war die Entscheidung mal wieder Haarlem.

Das letzte Stück auf dem Noordzeekanaal fuhren wir gen Westen – in den Sonnenuntergang, Balsam für die Seele.

2021-09-08 Texel zurück ans Festland – Den Helder

Da segeln ja mit der defekten Dirk dieses Jahr nicht mehr möglich sein wird, und Inselhopping unter Motor keinen Spass macht (und ohne Segelunterstützung für die Monster auch sehr ruppig werden kann), haben wir entschieden, in aller Ruhe Richtung Heimathafen zu fahren.

Für heute bedeutete das mit dem Texelstrom eine wirklich kurze und schnelle Tour nach Den Helder. Und seit heute gibt es eine neue Zeitrechnung für die Abfahrt: nach der Portion Kibbeling.

Und dann kommt man zurück zum Boot und denkt: ja, bin ich denn im Heimathafen?!?

Neben uns liegt eine 888

Neben uns liegt eine 888 🙂

Gut gestärkt werfen wir die Leinen los, sagen Texel „Tot Ziens“ und freuen uns auf eine kurzweilige Überfahrt.

Als nächstes steht die Frage an: welchen Hafen nehmen wir in Den Helder? Irgendwie zieht es uns in den KMYC – den Königlichen Marine Yacht Club. Der erste Eindruck lässt uns weiterfahren, aber dann taucht unser Trauma wieder auf: DOPPELROT an der Schleuse… wir haben die Mittagspause von 11:00 bis 15:00 Uhr erwischt – also zurück zum KMYC.

Ein wirklich freundlicher und engagierter Hafenmeister weist uns noch in der Anfahrt zum Passantensteiger eine Box zu und nimmt uns dort auch die Leinen an – Danke für diesen tollen Service!

Und dann trauen wir unseren Augen nicht – Fügung gibt es!

Da es noch sehr früh ist, legen wir den Mast – was durch einwandfreies Hafenkino immer wieder gestört wird. Aber als wir alles festgezurrt haben, sehen wir auch den Grund, warum die Dirk runtergekommen ist.

Danach gucken wir uns im Hafen um… Es ist wirklich schön, und ein Stück Richtung Yachtclub sind große Grünflächen, wo die Hunde deutlich Spass hatten und sich müde getobt haben.

Hier einige Eindrücke vom Hafen

 

 

 

2021-09-07 Hafentage Texel Teil II

Da der Hafen auf Texel auf der Wattseite in Oudeschield liegt, gibt es hier nur den künstlich angelegten „Hafenstrand“.

Wir sind 2016 zu Fuß quer über die Insel an den „richtigen“ Strand gelaufen (siehe hier), was heute mit Finja nicht mehr möglich ist.

Also habe ich mir ein Rad geliehen und bin mit dem Ziel gestartet, einmal durch alle Dörfer der Insel zu fahren und – natürlich Strand zu sehen.

 

Weiter geht es nach De Koog…

 

Der nächste Ort ist Den Burg, wo es einige größere Läden zum Einkaufen gibt…, ich habe tatsächlich nicht ein Bild gemacht…

Auf dem Weg nach Den Hoorn meldet sich ein lieber Freund, dass er mit seiner Familie auf Texel ist und wir verabreden uns „am Boot“ – damit war die Inseltour beendet.

Es hat sich gelohnt – wir werden wohl mal mit dem Auto nach Texel kommen, um auch den Rest der Insel gemeinsam zu erkunden.

Ich bin das erste Mal von Cindy erwartet und begrüsst worden

Kurz nachdem sich unsere Freunde verabschiedet haben, legte ein Plattbodenschiff am Kopf unseres Steges an und unsere Hunde waren für die Frauen DAS Highlight. Für uns war das auch ein Highlight: kein Gekläffe – und: die Hunde ließen sich streicheln, auch Cindy! Von Fremden!!!

Zum Abschluss des Tages noch eine typische Finja:

Warten aufs Abendgassi

 

2021-09-06 Hafentage Texel Teil I

Hafentage!

Erst heute beschäftigen wir uns ernsthaft damit, was die fehlende Dirk für unsere weiteren Reispläne bedeuten. Ordentlich segeln ist auf unserem Boot fast nicht mehr möglich, da der Baum eh schon sehr tief im Cockpit steht und ohne die Dirk nicht mehr über die Reling kommt.

Unter Motor nach Terschelling oder Vlieland geht, macht aber keinen Spass und wenn wir dann auf einer der entfernteren Inseln liegen und das Wetter wie angekündigt schlechter wird, werden wir noch schlechter weg kommen als eh schon.

So fällt relativ schnell die Entscheidung, dass es von Texel bei aufkommendem schlechteren Wetter rechtzeitig ans Festland gehen wird.

Aber jetzt geniessen wir Texel! Unser Bootsgast muss doch Strand und Wasser kennenlernen – und unsere Monster fordern auch ihr Recht – Finja möchte endlich RICHTIG nass sein

 

2021-09-04 Hafentag in Enkhuizen

JÖRG

Wir treffen Freunde im Buishaven in Enhuizen. Der Havenmeester hat sogar einen Liegepatz am gleichen Steg für uns (ich persönlich liebe die Gelassenheit der Hafenmeister in den Niederlanden). Besondere Freude habe ich an einer Verabredung für diesen Tag: Siggi (so nenne ich Ihn mal hier –  der wahre Name ist uns natürlich bekannt) und Kerstin (hier gilt das gleiche wie bei Siggi) laden zu einer kleinen Segeltour auf das Ijsselmeer ein.
Nix Besonderes mag der Eine oder Andere denken.

Es ist besonders: Die kleine Tour machen wir auf einer nagelneuen Breehorn 31.

Bereits am Vorabend haben wir uns einen Einblick in den Innenausbaus des Bootes verschafft. Es ist schiffig! Ja wirklich schiffig! Einfach gemütlich und was mir persönlich sofort auffiel: das Boot ist neu und es riecht NICHT nach Kunststoff oder unangenehm nach Epoxit. Hier kann ich mich wohlfühlen. Eine Funk- und Navi-Ecke ist vorhanden und nicht zu klein bemessen. Die Pantry ist ausreichend gross um, wie sich später herausstellte, 4 hungrige Seeleute zu versorgen.

Der ultimative Test für mich steht jetzt noch aus: Wie fährt sich die SORGENFREI?

Nach dem Frühstück heißt es: „Leinen los!“

Ich bin gespannt, immerhin hat uns die kleine, drekkelige Ijsselmeerwelle am Vortag das Leben nicht vereinfacht. 

Unser Plan ist über das Ijsselmeer Richtung Norden zu segeln und dann irgendwann den Gegenkurs einzuschlagen um nach guten 4-5 Stunden wieder am Liegeplatz zu sein.

Im Rahmen guter Seemannschaft treffe ich gegen 10:00 Uhr auf der SORGENFREI auf meine Mitsegler, ausgestattet mit festem Schuhwerk und adäquater Bekeidung, inkl Schwimmweste. Das kann nur ein guter Tag werden!!!

Aus dem Hafen motoren wir heraus. Der Wind lässt es zu, noch in der Einfahrt nach Enkhuizen die Segel zu setzen. Also los …..

Bei guten 3bft in Böen 5 bft aus Ost ziehen wir das Groß und die Fock hoch. Der Motor verstummt.

Die SORGENFREI nimmt ihren Kurs Richtung Nord auf und stellt sich der kleinen, noch drekkeligeren Ijsselmeerwelle, entgegen.

Die Breehorn31, mit der wir jetzt auf dem Weg sind, hat einen Tiefgang von 1,80 m und im Groben und Ganzen hängt das Kampfgewicht unseres Schiffe als Gegenpol unten dran, nämlich 1,6 Tonnen. Sie ist für die Hochsee konstruiert und wir müssen bei dem Tiefgang im Ijsselmer recht aufpassen. Bleiben wir besser mal in den Fahrwassern …

Es drängt uns bei einem raumen, leicht vorlichem Wind aus Ost, Richtung Nord. Hab ich da gerade 8 kt über Grund gesehen? In der Tat! Wir pflügen durch das Gewässer.