2021-09-08 Texel zurück ans Festland – Den Helder

Da segeln ja mit der defekten Dirk dieses Jahr nicht mehr möglich sein wird, und Inselhopping unter Motor keinen Spass macht (und ohne Segelunterstützung für die Monster auch sehr ruppig werden kann), haben wir entschieden, in aller Ruhe Richtung Heimathafen zu fahren.

Für heute bedeutete das mit dem Texelstrom eine wirklich kurze und schnelle Tour nach Den Helder. Und seit heute gibt es eine neue Zeitrechnung für die Abfahrt: nach der Portion Kibbeling.

Und dann kommt man zurück zum Boot und denkt: ja, bin ich denn im Heimathafen?!?

Neben uns liegt eine 888

Neben uns liegt eine 888 🙂

Gut gestärkt werfen wir die Leinen los, sagen Texel „Tot Ziens“ und freuen uns auf eine kurzweilige Überfahrt.

Als nächstes steht die Frage an: welchen Hafen nehmen wir in Den Helder? Irgendwie zieht es uns in den KMYC – den Königlichen Marine Yacht Club. Der erste Eindruck lässt uns weiterfahren, aber dann taucht unser Trauma wieder auf: DOPPELROT an der Schleuse… wir haben die Mittagspause von 11:00 bis 15:00 Uhr erwischt – also zurück zum KMYC.

Ein wirklich freundlicher und engagierter Hafenmeister weist uns noch in der Anfahrt zum Passantensteiger eine Box zu und nimmt uns dort auch die Leinen an – Danke für diesen tollen Service!

Und dann trauen wir unseren Augen nicht – Fügung gibt es!

Da es noch sehr früh ist, legen wir den Mast – was durch einwandfreies Hafenkino immer wieder gestört wird. Aber als wir alles festgezurrt haben, sehen wir auch den Grund, warum die Dirk runtergekommen ist.

Danach gucken wir uns im Hafen um… Es ist wirklich schön, und ein Stück Richtung Yachtclub sind große Grünflächen, wo die Hunde deutlich Spass hatten und sich müde getobt haben.

Hier einige Eindrücke vom Hafen

 

 

 

2021-09-07 Hafentage Texel Teil II

Da der Hafen auf Texel auf der Wattseite in Oudeschield liegt, gibt es hier nur den künstlich angelegten „Hafenstrand“.

Wir sind 2016 zu Fuß quer über die Insel an den „richtigen“ Strand gelaufen (siehe hier), was heute mit Finja nicht mehr möglich ist.

Also habe ich mir ein Rad geliehen und bin mit dem Ziel gestartet, einmal durch alle Dörfer der Insel zu fahren und – natürlich Strand zu sehen.

 

Weiter geht es nach De Koog…

 

Der nächste Ort ist Den Burg, wo es einige größere Läden zum Einkaufen gibt…, ich habe tatsächlich nicht ein Bild gemacht…

Auf dem Weg nach Den Hoorn meldet sich ein lieber Freund, dass er mit seiner Familie auf Texel ist und wir verabreden uns „am Boot“ – damit war die Inseltour beendet.

Es hat sich gelohnt – wir werden wohl mal mit dem Auto nach Texel kommen, um auch den Rest der Insel gemeinsam zu erkunden.

Ich bin das erste Mal von Cindy erwartet und begrüsst worden

Kurz nachdem sich unsere Freunde verabschiedet haben, legte ein Plattbodenschiff am Kopf unseres Steges an und unsere Hunde waren für die Frauen DAS Highlight. Für uns war das auch ein Highlight: kein Gekläffe – und: die Hunde ließen sich streicheln, auch Cindy! Von Fremden!!!

Zum Abschluss des Tages noch eine typische Finja:

Warten aufs Abendgassi

 

2021-09-06 Hafentage Texel Teil I

Hafentage!

Erst heute beschäftigen wir uns ernsthaft damit, was die fehlende Dirk für unsere weiteren Reispläne bedeuten. Ordentlich segeln ist auf unserem Boot fast nicht mehr möglich, da der Baum eh schon sehr tief im Cockpit steht und ohne die Dirk nicht mehr über die Reling kommt.

Unter Motor nach Terschelling oder Vlieland geht, macht aber keinen Spass und wenn wir dann auf einer der entfernteren Inseln liegen und das Wetter wie angekündigt schlechter wird, werden wir noch schlechter weg kommen als eh schon.

So fällt relativ schnell die Entscheidung, dass es von Texel bei aufkommendem schlechteren Wetter rechtzeitig ans Festland gehen wird.

Aber jetzt geniessen wir Texel! Unser Bootsgast muss doch Strand und Wasser kennenlernen – und unsere Monster fordern auch ihr Recht – Finja möchte endlich RICHTIG nass sein

 

2021-09-05 Enkhuizen – Texel

Nach einem tollen gemeinsamen Abend mit Freunden und leckerem Essen geht es heute relativ früh weiter. Wir möchten nach Den Oever, um – wenn es mit den Gezeiten noch passt – evtl. schon am Abend auf Texel zu sein… Waddenzee, Salzwasser, Insel! Davon haben wir vor vier Wochen nicht einmal zu träumen gewagt – und wenn der Traum so zum Greifen nahe liegt, dann möchte man ihn HEUTE!!!!

Also hieß es um kurz nach 8:00 Leinen los! Um es bis Texel zu schaffen, müssen wir 1,5 Stunden vor Niedrigwasser Den Oever durch die Schleuse sein – 13:20 Uhr ist gewünschte Salzwasserzeit!

Das Ijsselmeer hasst uns auch heute wieder, kurze Welle, Wind kommt wieder aus der falschen Richtung und wir werden viel kreuzen müssen. Kurz denken wir darüber nach, Richtung Lorentzsluis zu gehen, aber das passt noch weniger!

Dann ist das so.

Und dann gab es eine Knall, der Baum fiel runter! Was war passiert? Die Halterung der Dirk oben am Mast musste sich gelöst haben, wir hatten die komplette Länge der Dirk in der Plicht liegen.

Das hat die Gesamtsituation nicht unbedingt verbessert. Dafür war der Wind weg und wir mussten den Motor laufen lassen.

Zeitlich war es eh schon mehr als knapp, um 13:00 erreichen wir den Tonnenstrich Richtung Schleuse – und es sind noch 10km. Kurz vor der Hafeneinfahrt Den Oever fällt uns auf, dass der Motor extrem warm ist, kontrollieren die Temperatur des ausgestoßenen Kühlwassers und verbrennen uns fast die Finger! Shit!

Also, im Binnenhafen Den Oever am Passantensteiger festgemacht, zum Hafenkontoor, um einen Liegeplatz für die Nacht zu buchen – geschlossen! Der Hafenmeister ist erst in einer Stunde wieder da. Wir nutzen die Zeit, heben den Außenborder aus dem Schacht und reinigen die komplett zusitzenden Ansauglöcher fürs Kühlwasser. Und siehe da: Problem gelöst! Und wir fahren weiter, obwohl die optimale Zeit schon vorbei ist.

Um kurz vor 19:00 Uhr machen wir auf Texel fest! Glücklich und geschafft!