Saisonende 2015

Die Saison ist vorbei. Wir haben den letzten Krantermin unseres Verein in Anspruch genommen.

Am Kran hat sich schon eine gehörige Warteschlange gebildet.

Warteschlange am Kran

Wir waren recht früh am Kran. Die Warteschlange wurde später noch länger.

Und dann ging alles ganz schnell:

Vielen Dank an das Kranteam vom WSV Ascloa!

Der Hafen ist jetzt fast leer:

Dann noch der Weg über die Straßen zum Winterlager und es ist geschafft.
Angekommen:
Binom am Winterlager

Jetzt beginnen die Planungen für das nächste Jahr.
Wir berichten ……

2015 – Bald ist Saisonende…

es macht ja schon traurig… Bald ist Saisonende 🙁 und jedes Teil, das aus dem Boot eingelagert wird lässt unser Herz traurig werden:

Lange nichts von uns gehört…

Ja.. Hier war es ruhig…

nach unserem Urlaub haben wir kein gemeinsames freies Wochenende gehabt und auch zwei freie Tage hintereinander gab es leider nicht – so waren wir immer nur für einen Tag auf der Binom…

Dafür wissen wir jetzt, das Finjas Bruder zu groß für unser Boot ist…

Seit einem Monat zurück

Jetzt ist es einen Monat her, dass wir unseren Heimathafen nach dem Urlaub erreicht haben. Der Alltag hat uns wieder voll im Griff und wir planen schon für das nächste Jahr. Sicherlich werden wir in diesem Jahr noch den einen oder anderen Tagsausflug machen … aber die 4 Wochen am Stück unterwegs waren SCHON SCHÖN! 😎

 

2015-06-20 Crezee – Grave

Start der Etappe:

Heute liegt eine große Etappe vor uns. Es soll von Crezee bis Grave gehen. Bis zum Ziel liegen knappe 90 km und 2 Schleusen auf der Tour. Wir planen gute 10 Stunden für die Fahrt gegen den Strom.

In Grave werden wir schon von Freunden aus unserem Verein erwartet, die mit dem Strom Richtung Zeeland unterwegs sind.

Treffen in Grave

Die 3 Segler – alles Compromis 888 – mit gelegtem Mast sind Freunde aus unserem Verein.

Wir wünschen Euch auf diesem Weg einen SUPER Urlaub und immer eine handbreit Wasser unter dem Kiel.

Ziel des Tages:

2015-06-19 Alphen – Crezee

Start der Tagesetappe:

Wir starten am Morgen mit gelegtem Mast in Alphen a/d Rijn. Durch das legen des Mastes erhoffen wir uns durch einige Brücken durchfahren zu können, zumal einige Brücken nur zu bestimmten Zeiten öffnen.

Die erste Brücke ist kein Problem, da diese durch den Hafenmeister bedient wird.

Bewegliche Brücke

Also geht es los – Kurs Süd. Was wir noch nicht wissen: Es soll eine denkwürdige Etappe werden.

Wir motoren so vor uns hin. Der eine oder andere Schauer geht über uns weg, als wir an eine T-Kreuzung kommen. Alles recht gut einsehbar und wir biegen nach links ab. Aufgefallen ist uns das Schiff von der Wasserschutzpolizei das in ca 300 m Entfernung mit Gelblicht vor sich hindümpelt. Wir beobachten das Schiff und fahren mal mit unveränderter Geschwindigkeit darau zu. Plötzlich nimmt die Polizei Kurs auf uns und erhöht die Geschwindigkeit. Schallzeichen: kurz-lang-kurz-kurz.
Die Gehirnzellen fangen an zu arbeiten. Das bedeutet „anhalten“! Wir stoppen auf und das Polizeiboot kommt näher. Haben wir was falsch gemacht oder was ist hier los – der will auf jeden Fall was von uns.
Der Polizist gibt uns zu verstehen, dass wir langsam auf der „falschen“ Seite weiterfahren sollen. Wir verstehen irgendwas von Yacht evtl. gesunken oder sowas ähnliches.
Also rüber an das linke Ufer und mit Schrittgeschwindigkeit weiter. Immer mit „gehörig Ausguck“ durch die langgezogene Rechtskurve.

Aha. Wir haben das Problem erkannt:

Jetzt kommt ein kleines Polizeischlauchboot auf uns zugeschossen. Der Polizist berichtet, dass eine „YACHT“ durch die Hebebrücke gezogen wird und die ganze Aktion noch ca 2 Std dauern würde. Mir ist derweilen schleierhaft wie die Niederländische Definition für „YACHT“ ist. – Das Ding ist riesig…
Derweilen freuen wir uns über den gelegten Mast und dürfen die Brücke trotz Komplettsperrung passieren.

Wir motoren weiter vor uns hin. Die Landschaft zieht vorbei.

Ein Schild kündigt eine „Nichtfreifahrende Fähre“ an.

Da steht ein Trecker auf einem Ponton. Kann ja mal passieren. Wir motoren darauf zu. Plötzlich geht am Trecker das Gelb-Licht an. Wir motoren weiter darauf zu. Dann springt der Bauer vom Trecker schreit und wedelt wild mit den Armen. Überaus freundliche Menschen gibt es hier. Im allerletzten Moment erkennen wir ein Stahlseil ca. 10 cm über der Wasseroberfläche von einem Ufer zum Anderen. Gas weg und Ruder rumreißen!!!

Die Nummer war knapp …

Wir tanken während der Fahrt nach und kommen unserem Tagesziel näher. Kurz vor dem Hollandsen Diep sehen wir ein Segelschiff am Ufer vor einer Werft liegen. Das wäre doch was für uns. Wir kommen näher und das Ding wird immer größer. Es leben die optischen Täuschungen auf dem Wasser. Wir kommen noch näher und das Ding wird immer noch größer ….. WAHNSINN:

Klickt mal auf die Bilder und schaut Euch die Details an. Da stehen Leute auf dem Deck.
***Will ich haben, jetzt und sofort – und Einhand-Segelbar***

An dieser Stelle einen Gruß an meinen Chef. Ich brauch mehr Geld – viel, viel viel mehr Geld

Dann ging es noch durch Bereiche mit einer Menge Schiffsverkehr und wir legten dann am frühen Abend im Yachthafen Crezee nach einem interessanten Tag an.

2015-06-18 Ijmond -> Alphen

Und weiter geht die Reise, ungefähres Ziel: dichter an „zu Hause“ rankommen 🙂 Es gibt nur ein Grobziel: so weit fahren, dass am nächsten Tag Strijensas zum Mastlegen erreichbar ist und wir am 20.06. in Grave sein können, um die die „3 Compromis 888“ vom Heimathafen zu treffen – und das sollte ja wohl machbar sein.

Highlight des Tages: die Fahrt durch Haarlem.

Wir haben uns gegen die Nachtfahrt „Amsterdam entschieden und fahren stattdessen durch Haarlem. Interessant, dass wir hier das erste Mal für die Brückenpassage zahlen müssen – zum Glück ist es nur EIN Bezahlvorgang für alle Brücken – und die Brückenmeister sind hier echt schnell! Wir konnten alle Brücken ohne Stop passieren und mussten dafür echt Gas geben.

Gegen Nachmittag und der Berechnung der Reststrecke bis Strijensas bot sich Alphen a. d. Rhijn als Nachtlager an.

Ein witziger kleiner Hafen, an dem die Zufahrtsbrücke vom Hafenmeister bedient wird und man den Anwohnern ins Wohnzimmer gucken kann!

Nach kurzer Überlegung, wann es am nächsten Morgen weitergeht, haben wir uns entschieden, noch hier den Mast zu legen.

Dafür gab es mehrere Gründe:

  1. es war noch früh genug und lange hell
  2. es war trocken – was am nächsten Tag ungewiss schien
  3. am Folgetag lagen mehrere Brücken mit festen Öffnungszeiten auf unserem Weg, was dafür sorgen könnte, dass wir spät am Abend in Strjensas ankämen – mit gelegtem Mast kämen wir jederzeit unter allen Brücken durch.

Gesagt, getan – gut, dass wir den Mast mittlerweile zu zweit in etwa 90 Minuten gelegt haben!